Joseph Hubertus Pilates
wurde in der Nähe von Düsseldorf geboren. Da er als Kind unter unzähligen Krankheiten litt, begann er schon früh mit dem körperlichen Training, um die gesundheitlichen Probleme zu überwinden. Er praktizierte Gymnastik, fuhr Ski, studierte aber auch fernöstliche Methoden wie Yoga und Zen-Meditation.
Nach seiner Übersiedlung nach England verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Boxer und Akrobat. Während seiner Internierung im Ersten Weltkrieg in Lancaster brachte er anderen Lagerinsassen die Konzepte und Übungen bei, die er in 20 Jahren Selbststudium und Unterricht in Yoga, Zen und alten griechischen und römischen physischen Ertüchtigungen entwickelt hatte. Damals begann er ein System von ursprünglichen Übungen auszuarbeiten, die heute als "Matwork" oder Mattenübungen auf dem Boden bekannt sind.
Einige Jahre später wurde er in ein anderes Lager verlegt als Pfleger der vielen Internierten, die an Kriegskrankheiten und Verletzungen litten. Hier begann er die Geräte zu entwerfen, um seine "Patienten" zu rehabilitieren. Er nahm Federn von den Betten und befestigte sie an Pfosten, um einen Federwiderstand und "Bewegung" für die Bettlägerigen zu schaffen. Die Pilates Geräte sind auf eine gewisse Art heute nicht viel anders als damals. Sie fordern den Körper heraus und unterstützen ihn gleichzeitig und ergänzen die "Matwork" Übungen.
1926 wanderte Joseph Pilates dann in die USA aus, als er bedrängt wurde, die Angehörigen der Deutschen Armee zu trainieren und eröffnete im selben Jahr in New York das erste Pilates Studio. Die von ihm entwickelten Geräte bilden den Ursprung seiner Methode der Körperkonditionierung.
Von Beginn an waren es vor allem Künstler, die zu seinen Kunden zählten, um sich vor Verletzungen zu schützen und ihre Leistungen zu steigern. Bis zu seinem Tode entwickelte er seine Geräte und Übungen weiter.

